Heipp, Günther
Teilt mit, am 29.08.1957 mit seiner Braut in Gunsbach gewesen zu sein, um einige Dinge vom Saar-Freundeskreis für Schweitzer abzugeben, darunter auch eine Sonderspende in Höhe von 10.000 Fancs, gedacht als Kranzspende für Helene Schweitzer; bespricht mögliche Termine für ein Treffen mit Schweitzer; in letzter Zeit habe er mit [Emmy] Martin und [Charles] Michel bezüglich eines jungen Saarbrückener Mediziners, Rudi Pfeiffer, korrespondiert, welcher Interesse bekunde, Schweitzer nach Lambarene zu begleiten; gern hätte er ihm in Gunsbach persönlich von den Folgen Schweitzers Atom-Appells in Deutschland und den Aufstand vieler Gewissen berichtet; Prof. Helmut Gollwitzer habe soeben ein kleines Buch "Die Christen und die Atomwaffen" veröffentlicht, Heipp werde es ihm zusenden sowie weitere Materialien, die er zum Thema zusammengestellt habe; erklärt seinen Unmut darüber, dass sich die evangelische Kirche weitgehend aus der Angelegenheit heraushalte; die "Stimme der Gemeinde" sei die einzige kirchliche Zeitung in Deutschland, die Schweitzers Appell vollständig abgedruckt habe; anhängend ein Zeitungsausschnitt "Albert Schweitzer mahnt die Welt" aus dem Sonntagsblatt der Evangelischen Kirche im Rheinland, dieser positive Bericht sei nur durch das Zutun von Karl Barth zustande gekommen, welcher sich zum Kreise um Martin Niemöller und Gustav Heinemann zähle - doch würden diese Christen sowie alle gleich denkenden Theologen, wie auch er selbst, aufs Übelste beschimpft, verleumdet und als Narren verschriebenMit Markierungen & Notiz von Schweitzer; Kontrast nachträglich digital nachbearbeitet (hinten anhängend)
Signatur: M001-A268-Z001-I021
Datum: 02.09.1957
Verfasser: Heipp, Günther (Bonn, Deutschland)
Adressat: Schweitzer, Albert
Typ: Brief (Typo) mit U.
Seiten: 2
Sprache: Deutsch

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