Kennedy, John Fitzgerald

35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

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Kennedy, John Fitzgerald
Kurz & Kompakt
Raum-Nr.
B1S1-P002-A002-P190-Z018
Index
000002
  • Geburtstag:
    29. Mai 1917
  • Geburtsort:
    Brookline, Massachusetts
  • Geburtsland:
    Vereinigte Staaten
  • Sterbedatum:
    22. November 1963
  • Sterbeort:
    Dallas, Texas
  • Sterbeland:
    Vereinigte Staaten

John F. Kennedy (J.F.K.) war der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Die frühen Jahre

John F. Kennedy wurde am 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts als 2. Kind von Joseph P. Kennedy (1888 – 1969) und Rose Fitzgerald (1890 – 1955) geboren. Kennedy wuchs in guten Verhältnissen auf. So verbrachten die Kennedys, die schon über Generationen politisch engagiert waren, die Winter in ihrem Zweitwohnsitz in Florida. John Fitzgerald besuchte verschiedene renommierte Privatschulen bevor er 1936 sein Studium für Politikwissenschaften an der Harvard University begann, das er 1940 mit "cum laude" beendete. [1]

Die Militärzeit

Im Jahre 1941 meldete sich Kennedy freiwillig beim Marine Geheimdienst. Mit dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg, der im gleichen Jahr durch den Angriff auf Pearl Harbor erfolgte, wurde er als Marineoffizier auf einem Schnellboot im Pazifik eingesetzt. Im Jahre 1943 erhielt er die Tapferkeitsmedaille, weil er als Kommandant des Schnellbootes "PT 109" einem Großteil der Besatzung, trotz eigener Verletzungen, das Leben nach einem Torpedoangriff durch die Japaner rettete. [1]

Beruf und Familie

Nach dem Krieg arbeitete Kennedy als Journalist im politischen Bereich. Er berichtete unter anderem auch über die Gründung der Vereinten Nationen. Da sein älterer Bruder Joseph den Krieg nicht überlebte, setzte der Vater nun auf den jüngeren Sohn. John F. sollte in die Politik gehen und eines Tages US-Präsident werden. So erhielt er im Jahre 1947, unterstützt von seinem Vater, einen Sitz im US-Repräsentantenhaus, gefolgt vom Titel des Senators für Massachusetts im November 1952. Im September 1953 fand die Hochzeit mit Jaqueline Bouvier statt, mit der er drei Kinder hatte (Caroline, John F, und Patrick). Letzterer starb allerdings schon kurz nach seiner Geburt. Im Jahre 1957 erhielt J.F.K den Pulitzerpreis für sein Buch "Profiles in Courage", eine Veröffentlichung über die Leistungen besonders couragierter Senatoren. [1]

Die Präsidentschaft

Im Januar 1960 gab Kennedy seine Präsidentschaftskanditatur bekannt. 1961 wurde er mit knapper Mehrheit gegen den republikanischen Kontrahenten und damaligen Vizepräsidenten Richard Nixon (1913 – 1994) zum 35. Präsident der USA gewählt. Er war der erste katholische und zugleich mit 43 Jahren der damals jüngste Präsident der Vereinigten Staaten. Der Wahlkampf war der erste in der US-Geschichte, der im öffentlichen Fernsehen ausgetragen wurde. [1] Aus seiner Antrittsrede vom 20. Januar 1961 setze er bereits ein wichtiges Statement: "Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt." [2]

Die Innenpolitik Kennedys

Geprägt von einem ansteckenden Idealismus, der das US-amerikanische Volk Mut schöpfen ließ, beabsichtigte Kennedy, in der Innenpolitik zahlreiche Reformen durchzusetzen. Besonders, was die Themen Sozialpolitik und Gleichberechtigung der Farbigen anging, wollte der neue Präsident ein Zeichen setzen. Auch seine wirtschaftlichen Programme waren vielversprechend. Seine Vorstellungen einer "New Frontier Politik" scheiterten allerdings zunächst an der Mehrheit seiner republikanischen Kongressgegner. Erst im Jahre 1964 sollten seine Pläne gegen die Rassentrennung unter Präsident Lyndon B. Johnson im Rahmen des "Civil Rights Act" ratifiziert werden.

Die US-Atompolitik

Die Atompolitik Kennedys rief auch ausländische Menschenrechtler auf den Plan, so auch den Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer. In seinen Briefen 1962-1963 wandte er sich mehrfach an Kennedy und appellierte an die Verantwortung der US-Regierung zukünftiger Generationen und der gesamten Menschheit gegenüber [3], [4] und [5].

Am 16. Oktober 1962 spitzte sich die Lage zwischen den USA und der Sowjetunion erneut zu. An diesem Tag erfuhr der Präsident bei einer Krisen Sitzung im Oval Office, dass auf Kuba sowjetische Atomraketen stationiert wurden. In den folgenden 13 Tagen war die Welt noch nie näher an einem Atomkrieg wie zu dieser Zeit. Erst druch den Atomtestsperrvertrag vom 25.7.1963 wurde die Krise beigelegt. [5].

Das Attentat

Am 22. November 1963 fiel Kennedy in Dallas, Texas einem Attentat zum Opfer, dem er durch tödliche Schüsse in den Kopf erlag. Der Anschlag war Ausgangspunkt zahlreicher Spekulationen und Verschwörungstheorien. Bis zum heutigen Tage sind die Hintergründe nicht restlos aufgeklärt.

Quellenangaben:

[1] https://www.hdg.de/lemo/biografie/john-f-kennedy.html
[2] Drechlser,Karl: Antrittsrede Kennedys in: John F. Kennedy – Nikita Chruschtschow: GegenSpieler. S. Fischer Verlag, 2015, S.66
[3] Schweitzer, Albert: Brief an Kennedy, Lambarene, 20.4.1962
[4] Oermann, Nils Ole: Brief an Kennedy, Lambarene, 23.11.1962 in: Albert Schweitzer – Eine Biographie: 1875-1965, C.H. Beck, 2013
[5] Suermann, Thomas: Schreiben Schweitzers an Kennedy, Lambarene, 5.8.1963 in: Albert Schweitzer als "homo politicus": eine biographische Studie zum politischen Denken und Handeln des Friedensnobelpreisträgers, Berliner Wissenschafts Verlag, 2012, S. 262

 

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